
Egal ob amerikanische Sitcoms oder Newsflashes, ZIBs oder Eigenproduktionen. Die scheinbar missglückte Reform zeigt nach und nach ihre bombastische Kraft.
War die Reform ein vollkommener Fehler? Zwar war das Aushängeschild, die Daily-Sitcom made in Austria, Mitten Im 8en, ein unglaublicher Misserfolg. Doch durch die Forcierung auf Nachrichten, und dem Ausbau von erfolgreichen Eigenproduktionen scheint der ORF nun besser dazustehen als er es noch vor einem Jahr tat.
Was mir besonders ins Auge springt, und das im wahrsten Sinne des Wortes, sind die Kulturabende. lebens.art (die Nachfolgesendung von Treffpunkt Kultur) wurde um einige Sendezeit verlängert, die Beiträge sind umfangreicher und Clarissa Stadler stresst sich nun nicht mehr von einem Thema zum anderen. Durch die verschieden Independent-Film – Schwerpunkte wie art.film oder euro.film kommt man nun im ORF in den Genuss anspruchsvoller Filme. Und vor allem auch die Themenabende, welche man früher immer nur von ARTE gewohnt waren, hielten Einzug in den österreichischen Rundfunk.
Natürlich erinnert man sich, wenn man an „neue“ Kultur im ORF denkt an die Live-Übertragungen der Opern „La Traviata“, „Le Nozze di Figaro“, „Tosca“ und eben gestern Tschaikovskys „Eugen Onegin“. Dachte man früher, während der Zeit Monika Lindners, dass es wohl am besten sei, den Zusehern leicht zu verdauende, anspruchslose Alltagskost vorzulegen, so bestätigen die Zuseherzahlen dieser Live-Mitschnitte, dass Wrabetz mit diesem Schwerpunkt richtig gelegen hat.
So kann man abschließend eigentlich sagen: So schlimm wurde es nicht nach dieser Reform. Uns wurde nichts Weltbewegendes weggenommen (außer vielleicht die legendäre „Sendung Ohne Namen“), und uns wurde viel gegeben. Vor allem für Kulturbegeisterte, oder eben jene, die es noch werden wollen, hat ORF nun viel mehr Möglichkeiten.
Ich entschuldige mich hiermit, mich nicht genug über den Titel der Sendung und den Namen der Moderatorin informiert zu haben. Treffpunkt Kultur heißt jetzt lebens.art und die Moderatorin ist nicht Barbara Rett sondern Clarissa Stadler (abwechselnd mit Martin Traxl). Ein peinlicher Fehler. Es tut mir Leid.
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Barbara Rett moderiert schon längst nicht mehr den Treffpunkt! Und diese Sendung heißt jetzt außerdem lebens.art!!! Vorher informieren, dann schreiben!!
Diesen Vorwurf muss ich mir wohl gefallen lassen. Es tut mir Leid. Ich habe die Sendung früher einmal, und jetzt wieder gesehen. Und dachte mir eben, es wäre Barbara Rett.
Es tut mir Leid. Werde mich nächstes Mal besser informieren!