Das Erste Mal: Politikverdrossenheit

Ich war schon immer ein interessiertes Kind. Und durch meine Erziehung kam ich auch schon früh in den Kontakt mit der Politik. Natürlich war dann letztes Jahr die Freude groß, als ich zum ersten Mal meine … ja, wirklich meine eigene Stimme abgeben durfte. Ich hatte mir damals meine eigene Meinung gebildet, habe ohne direkten Einfluss eine Partei gewählt und war stolz, als ich endlich das Kuvert in die Wahlurne werfen durfte.

Würde es nächsten Sonntag Wahlen geben, wen würde ich wählen? Eine typische Kronen-Zeitung- oder NEWS-Frage. Und wenn sie irgendwann mal mich erwischen würden, ich könnte es ihnen nicht sagen. Wer steht denn nun zur Auswahl? Die SPÖ, die für jede Versprechung vor der Wahl ihre Hand ins Feuer legt, und sich nach der Regierungsbildung die Fingern ganz heftig verbrennt? Die ÖVP, die ihren Spartrip, aktuell beim Gesundheitsbudget, fortsetzen möchte? Die Grünen, die sich stets um die Umwelt sorgen, aber nie alleine in einer Regierung überleben könnten? Die Freiheitlichen, die vor allem durch Jugendaktivitäten auffallen und mindere Oppositionspolitk vollführen? Das Bündnis Zukunft Österreich, welches sich erst selbst mal finden muss, um überhaupt weiterhin existieren zu müssen? Ich weiß es nicht.

Meinem Wahlrecht möchte ich nachkommen. Nie und nimmer würde ich nicht wählen gehen oder einen ungültigen Zettel abgeben. Irgendein Kreuzchen würde ich sicher machen. Aber nach exzessivem Studium der verschiedenen politischen Ansichten, und nach der Arbeit in der Regierung und in der Opposition, verstehe ich immer mehr diese Menschen, die sich selbst bei ihrer ersten Wahl nicht informierten. Und sich einfach gegen Information über Politik verwehren. Ist doch sowieso alles Lüge. Heiße Luft. Leere Versprechungen. Politik eben.

1 Antwort zu „Das Erste Mal: Politikverdrossenheit“


  1. 1 deutsche August 29, 2007 um 5:55

    politik ist ein theater.


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